Warum sich die Qualität in der Färbetechnik beweist

Gutes Leder gewinnt mit zunehmendem Alter an Charakter. Die feine Patina, die jeder Lederenthusiast schätzt, kann sich jedoch nur bei Naturledern entwickeln. Sie sind nach traditioneller Handwerkskunst mit Anilinfarben durchgefärbt – und unterscheiden sich damit grundlegend von billigen Varianten, bei denen nur eine Deckfarbe aufgesprüht und dann mit Schutzlack versiegelt wird. Am klarsten zeigt sich die Lederqualität deshalb in der Oberflächenstruktur. Striegelrisse, feinste Mückenstiche und winzige Vernarbungen belegen: Hier handelt es sich um ein naturbelassenes, edles und entsprechend langlebiges Material. Besonders unverwüstlich: die Premium-Qualität Neck von DeSede. Normalerweise wird Leder vor der Verarbeitung gespalten. Die unteren Schichten (Spaltleder) werden für Schuhsohlen, Gürtel und andere Zwecke verwendet. Feine Möbel werden dagegen nur mit Narbenleder bezogen – jener Schicht, die einst die Hautoberfläche des Tieres bildete. In der Regel ist dieses Narbenleder zwischen 1,2 und 1,7 Millimeter dick – stabil genug für jahrzehntelange Möbelfreuden. NECK nutzt dagegen die gesamte Haut – ohne Abspaltung. Mit fünf Millimetern Stärke verlangt ein solches Komplettleder ausgefeilte Techniken, um es überhaupt verarbeiten zu können. Lohn der Mühe und des Aufwands sind dann aber auch Möbel, die noch mehrere Generationen später eine gute Figur machen.